wiki:linux/Debian

    1. Releases
    2. Grundsystem installieren
      1. Installation
        1. Neuinstallation
        2. Vorhandene Volume-Gruppe verwenden
          1. 1. Debian-Installer kann verschlüsseltes LVM? …
          2. 2. Debian-Installer erkennt Dateisystem auf den LV's nicht
          3. 3. Booten schlägt fehl, weil root und swap LV's nicht gefunden werden
          4. 4. home Einhängepunkt händisch definieren
      2. wlan einrichten
  1. Repositories
    1. In testing-Zweig wechseln
    2. Nützliche Repositories
      1. deb-multimedia
  2. Anwendungen und Pakete
    1. Graphical stuff
      1. X-Server
      2. Fenstermanager
      3. PDF Viewer
      4. Dual Monitor
        1. Dual Monitor aktivieren
        2. Ausgabe drehen (Pivot)
        3. Dual Monitor deaktivieren
        4. Einfaches Skript zum Ein-, Aus- und Umschalten
        5. Desktop auf anderen Monitor verschieben
      5. Monitor Energiesparfunktion (DPMS; Energy Star)
        1. DPMS einschalten
        2. DPMS ausschalten
        3. DPMS state [standby] [suspend] [off|on] setzen
    2. Console stuff
      1. screen
      2. ranger
      3. Backtab key
      4. Zwischenablage für die Console
  3. Sonstiges
    1. xterm
      1. Grundeinstellungen
    2. vim
    3. pm-utils
    4. thinkfan
    5. alsa
    6. Codecs
    7. i3lock
    8. ntpdate
  4. Anpassungen
    1. Mit TrackPoint scrollen
    2. Tastatur mit nodeadkey
    3. Tastaturgeschwindigkeit einstellen
    4. Lüftersteuerung im Kernel aktivieren
    5. Console speaker- and visual-beep
      1. Beep via alsamixer muten
      2. PC speaker Modul auf die blacklist setzten
      3. Beep über .inputrc steuern
    6. Console font mit slashed zero
    7. Bildschirm nach bestimmter Zeit sperren
    8. Bildschirm nach bestimmter Zeit ausschalten (DPMS)
    9. Suspend und hibernate (Wheezy)
      1. Hibernate wenn Deckel zu
      2. Suspend to ram auf FnF4-Taste legen
      3. Module vor Ruhezustand entladen
        1. Problem mit TPM-Chip
        2. Problem mit WiFi
          1. Lösung durch Modul entladen
          2. wlan-Verbindung vor Hibernate/Suspend beenden
          3. Lösung durch iwlwifi Parameter bt_coex_active
      4. Screenlocker vor Hibernate/Suspend deaktivieren
    10. Suspend und hibernate (Jessie)
      1. Module vor Ruhezustand entladen
      2. Bildschirm vor suspend-Zustand sperren
  5. Keybindings
    1. Tasten-/Mausevents auslesen
      1. xbindkeys
      2. xev
      3. showkey
    2. xmodmap
    3. xbindkeys
    4. Fn-Tasten belegen
      1. Bildschirm über FnF2-Taste sperren
      2. Volume Tasten belegen
      3. Bluetooth ein-/ausschalten
  6. Systemzustände auslesen
    1. Bluetooth
    2. Batteriestand
    3. Temperaturen
  7. Problembehandlung
    1. wlan-Adapter schaltet sich ab
    2. localhost wird nicht mehr gefunden
    3. locale Probleme
      1. Fehlerhafte Zeichendarstellung auf Console und/oder merkwüdige …

See also:

Debian reference: System tips


Releases

debian.org Wiki

Debian 7 Wheezy (oldstable)
Debian 8 Jessie (stable)
Debian 9 Stretch (testing)

Grundsystem installieren

Nachfolgende Debian Installation bezieht sich in Teilen auf ein Lenovo X200 mit 64bit Prozessor, ist aber natürlich auch auf andere Systeme übertragbar.

Folgende Dateien für eine Grundinstallation mit wlan bereithalten:

  • Debian Installer
    Debian auf CDs
    System (Bittorrent, HTTP/FTP etc) wählen, dann weiter zu CDs für 64bit Architektur (amd64) und CD 1 herunterladen.
  • cryptsetup (optional, falls verschlüsselte Laufwerke geöffnet werden sollen)
    cryptsetup 64bit
  • lvm2 (optional, falls Logical Volumes eingebunden werden sollen)
    lvm2 64bit

Installation

Neuinstallation

  • Aus der iso-Datei ein Live USB Stick erstellen.
  • Die deb-Paketdateien auf ein weiteres Medium oder einen zugänglichen Bereich auf der Festplatte bereitstellen.
  • Vom USB Stick booten und System auf dafür vorbereitete Partition(en) installieren. Wenn das gesamte System verschlüsselt werden soll, dieser Anleitung zum Verschlüsseln folgen. Hierbei wird Debian auf einem verschlüsseltem LVM?, das wiederum die LV's root, home und swap beinhaltet, installiert.
    Während dem Konfigurieren des Logical Volume Managers muss man einen Namen für die Volume-Gruppe, die die LV's beinhaltet, angeben. Hier habe ich mutetella gewählt. Die LV's nenne ich sinnigerweise root, home und swap. Demnach sieht die Aufteilung folgendermaßen aus:
/dev/sda1 Unverschlüsselte Partition, die den Kernel und grub? enthält.
Größe ~ 250 MB (reicht für ca. 10 Kernelversionen)
/dev/sda2 Verschlüsselte Partition, auf der eine Volume-Gruppe mit den LV's root, home und swap angelegt wird Volume-Gruppe Logische Volumes
mutetella root ~ 5 GB
home ~ 20 GB
swap ~ 1 GB
/dev/sda... Eventuell weitere Systeme
  • Von Installation booten.
  • Die deb-Pakete in der obigen Reihenfolge installieren:
    # dpkg -i paketname.deb
    

Vorhandene Volume-Gruppe verwenden

Der Debian-Installer kann leider mit vorhandenen, verschlüsselten LVM?'s nicht umgehen. Folgende Umwege müssen daher gegangen werden:

1. Debian-Installer kann verschlüsseltes LVM? nicht öffnen

Bevor im Debian-Installer die Einhängepunkte root, home und swap den jeweiligen Partitionen (LV's) zugeordnet werden können, muss die Partition, auf der sich die Volume-Gruppe befindet, zuerst entschlüsselt werden.
Über das Hauptmenü des Debian-Installers oder in Konsole 2 bzw. 3 (Konsole 4 wird zur /var/log/syslog-Ausgabe verwendet) kann man dazu eine Shell starten. Damit innerhalb dieser unter anderem cryptsetup? und LVM? zur Verfügung steht, muss folgendes noch nachgeladen werden:

# anna-install partman-auto-lvm
# anna-install partman-auto-crypto
# anna-install cdebconf-newt-entropy
# anna-install partman-crypto-dm

Achtung: Die Anwendungen und Module werden erst ab dem Installationspunkt "Weitere Komponenten laden" installiert. Ein Absetzen via anna-install zu einem vorherigen Zeitpunkt ist möglich, verschiebt die Ausführung aber zuerst in eine Warteschlange.

Nun kann die verschlüsselte Partition, auf der sich das LV root befindet, entschlüsselt, die VG aktiviert und mit der Installation fortgefahren werden:

# cryptsetup luksOpen /dev/sda2 lvm
# vgchange -ay mutetella
2. Debian-Installer erkennt Dateisystem auf den LV's nicht

Update: Durch das Aktivieren der VG mutetella werden die Dateisysteme der LV's auch erkannt und die jeweiligen Einbindungsorte können gesetzt werden. Wichtig ist dabei allerdings, dass gerade die home-LV nicht formatiert wird, was explizit angegeben werden kann.

Da der Debian-Installer allerdings das Dateisystem auf den LV's nicht erkennt, kommt man nicht daran vorbei, ein solches für das jeweilige LV anzugeben was zur Folge hat, dass dieses vom Debian-Installer im Folgenden auch formatiert werden will.
Im Falle von root und swap geht das auch in Ordnung, bei home möchte man das in der Regel vermeiden. Bleibt also nur, den Einhängepunkt von home nicht vom Debian-Installer, sondern nachträglich händisch zu definieren, siehe Punkt 4.
Wichtig! Nicht vergessen, den /boot-Einhängepunkt auf einer unverschlüsselten Partition (zumindest bis grub? < 2) zu definieren, da ansonsten die spätere grub?-Installation fehlschlägt.

3. Booten schlägt fehl, weil root und swap LV's nicht gefunden werden

Sobald die Fehlermeldung nach Auswahl im grub?-Menü erscheint, heißt es erstmal warten, bis nach einigen Sekunden dann eine Minimalshell erscheint. Innerhalb dieser muss man dann erstmal die Partition, auf der sich die System-LV's befinden, entschlüsseln und die LV's aktivieren:

[initramfs] cryptsetup luksOpen /dev/sda5 lvm
[initramfs] vgchange -ay mutetella

Nun mit exit bzw. Strg-D die Shell beenden. Das System kann nun gefunden werden, der Bootvorgang fährt fort. Nachdem man sich zum ersten Mal eingeloggt hat, auf eine root-Shell wechseln und die verschlüsselte Partition mit den System-LV's via /etc/crypttab bekannt machen. Folgende Zeile anhängen:

lvm UUID=1c8e2a4a-37aa-4350-9a49-be252d3ff72a none luks
  • lvm: Mappingname der entschlüsselten Partition (hier: /dev/mapper/lvm)
  • UUID: UUID der verschlüsselten Partition (hier: /dev/sda5)
  • none: Passphrase ist nicht hinterlegt, wird daher abgefragt
  • luks: Angabe der Erweiterung (luks, tcrypt...)

Damit das initramfs updaten:

# update-initramfs -u -k all
4. home Einhängepunkt händisch definieren

Zuletzt noch nachholen, was während der Installation nicht möglich war: Mit folgender Zeile innerhalb /etc/fstab wird das LV home im Verzeichnis /home eingebunden:

/dev/mapper/mutetella-home /home           ext4    defaults        0       2

wlan einrichten

Nachdem die benötigten Pakete (siehe oben) installiert sind, muss zuerst der Name des wlan-Moduls (meistens wlan0) ermittelt werden:

# iwlist scan
lo        Interface doesn't support scanning.

etho0     Interface doesn't support scanning.

wlan0     Interface doesn't support scanning : Network is down

Falls die wlan-Schnittstelle noch nicht initialisiert ist (siehe oben: "Network is down"), muss man das mit

# ifconfig wlan0 up

nachholen. Ein erneuter scan fördert dann auch die gefunden Router zu Tage:

# iwlist wlan0 scan | grep ESSID
                     ESSID:"Belkin_N+"
                     ESSID:"WLAN-9B7057"
                     ESSID:"WLAN-00040E8E540F"

Mit diesen Informationen lässt sich nun auch die Datei interfaces im Verzeichnis /etc/network/ befüllen:

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# My wlan
auto wlan0
iface wlan0 inet dhcp
    wpa-ssid Belkin_N+
    wpa-psk Meinsupergeheimerwpa2Schluessel

Nachdem nun in der Datei die wpa-Passphrase steht, sollte der Zugriff darauf gesichert werden:

# chmod 600 /etc/network/interfaces

Jetzt endlich können wir rein...

# ifup wlan0

Wie man mehrere wlan-Zugänge steuert, steht im wlan?-Eintrag.

Repositories

In testing-Zweig wechseln

Alles rund um releases, codenames etc.
debianforum.de Wiki

/etc/apt/sources.list wie folgt verändern:

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ testing main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ testing main contrib non-free

deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib

Statt testing und testing/updates kann man auch den künftigen codename stretch und stretch/updates verwenden.
Allerdings wird ab dem Zeitpunkt, ab dem aus dem testing-Zweig der neue stable-Zweig (Debian Stretch) wird, das System nicht mehr mit testing- sondern "nur" noch mit Updates aus dem stable-Zweig versorgt.

criteria of package component
main DFSG* compliant and no dependency to non-free. The Debian system.
contrib DFSG* compliant but having dependency to non-free
non-free not DFSG* compliant
*DFSG: Debian Free Software Guidelines

Danach die Paketquellen neu einlesen

# apt-get update

und genügend Zeit einplanen, um ein upgrade durchzuführen:

# apt-get dist-upgrade

Nützliche Repositories

deb-multimedia

Diverse Multimedia Pakete, Codecs etc. z. B. auch Handbrake zum Umwandeln von Videodateien.

/etc/apt/sources.list:

deb ftp://ftp.deb-multimedia.org jessie main non-free

Nach einem

# apt-get update

noch den keyring hinzufügen:

# apt-get install deb-multimedia-keyring

Für weitere Debian-Versionen siehe auch deb-multimedia.org.

Anwendungen und Pakete

Graphical stuff

X-Server

# apt-get install xorg

Fenstermanager

Nach Installation vom X-Server. Die X-Abhängigkeiten, die vom Fenstermanager installiert werden, bringen unter anderem kein `startx' Skript mit.

# apt-get install awesome

Bin zu i3 gewechselt:

# apt-get install i3

Oder wenn's denn beliebt:

# apt-get install gnome

PDF Viewer

Als Alternative zu evince, ohne die ganzen Gnome-Abhängigkeiten, bedienbar über vim keybindings.

# apt-get install zathura

Dual Monitor

Via xrandr lässt sich zur Laufzeit recht simpel ein weiterer Monitor nutzen, siehe dazu auch:

How to use xrandr
ArchLinux Wiki: DualScreen

Dual Monitor aktivieren

Ausgehend von folgenden Geräten:

$ xrandr
Screen 0: minimum 320 x 200, current 3200 x 1080, maximum 8192 x 8192
DVI-I-1 disconnected (normal left inverted right x axis y axis)
HDMI-1 connected 1920x1080+1280+0 (normal left inverted right x axis y axis) 477mm x 268mm
   1920x1080     60.00*+
   1600x900      59.98  
   1280x1024     75.02    60.02  
   1152x864      75.00  
   1024x768      75.08    60.00  
   800x600       75.00    60.32  
   640x480       75.00    60.00  
   720x400       70.08  
VGA-1 connected 1280x1024+0+0 (normal left inverted right x axis y axis) 33mm x 27mm
   1280x1024     75.02*   60.02  
   1280x960      60.00  
   1024x768      75.08    70.07    60.00    60.00  
   800x600       72.19    75.00    60.32    56.25  
   640x480       75.00    72.81    60.00    59.94    63.07  
   720x400       70.08  

In diesem Fall existiert neben dem via HDMI angeschlossenen Monitor (HDMI-1) noch ein an der VGA-Schnittstelle angeschlossenes Display (VGA-1), das sich wie folgt aktivieren lässt:

$ xrandr --output VGA-1 --mode 1280x1024 --output HDMI-1 --mode 1920x1080 --right-of VGA-1

Statt --right-of [OUTPUT] kann auch --left-of [OUTPUT], --below [OUTPUT], --above [OUTPUT] oder --same-as [OUTPUT] verwendet werden

Ausgabe drehen (Pivot)

Kann der Monitor hochkant gestellt werden (Pivot), muss die Bildschirmausgabe via

$ xrandr --output HDMI-1 --rotate left

gedreht werden. Normalisiert wird via

$ xrandr --output HDMI-1 --rotate normal

Falls die Ausgabe des einen Monitor in den anderen hineinragt, kann es nötig sein, die Parameter in einem Befehl zu übergeben:

$ xrandr --output VGA-1 --mode 1280x1024 --output HDMI-1 --mode 1920x1080 --rotate left --right-of VGA-1

Dual Monitor deaktivieren

$ xrandr --output VGA-1 --off --output HDMI-1 --mode 1920x1080

Einfaches Skript zum Ein-, Aus- und Umschalten

#!/bin/bash

HDMI='HDMI-1'
HDMI_RESOLUTION='1920x1080'
VGA='VGA-1'
VGA_RESOLUTION='1280x1024'
HDMI_STATE=$(xrandr | grep $HDMI | cut -d " " -f4)

if [ $1 = 'on' ]; then
    xrandr --output $VGA --mode $VGA_RESOLUTION --output $HDMI --mode $HDMI_RESOLUTION --right-of $VGA
    echo
    echo 'To move workspaces use i3-command'
    echo '``move workspace to output [left|right|down|up] | [output]``'
    echo
elif [ $1 = 'off' ]; then
    xrandr --output $VGA --off --output $HDMI --mode $HDMI_RESOLUTION
elif [ $1 = 'rotate' ] ; then
    if [ $HDMI_STATE = 'left' ]; then
        ORIENTATION='normal'
    else
        ORIENTATION='left'
    fi
    xrandr --output $VGA --mode $VGA_RESOLUTION  --output $HDMI --mode $HDMI_RESOLUTION --rotate $ORIENTATION --right-of $VGA
else
    echo "Argument must be 'on', 'off' or 'rotate'!"
fi

Desktop auf anderen Monitor verschieben

i3 Doc

Mit dem i3-command move workspace to output kann ein gesamter Desktop (workspace) auf einen anderen Monitor verschoben werden.

Dabei kann entweder die Bezeichnung des Monitors ...

move workspace to output VGA1

... oder aber die Platzierung left|right|up|down angegeben werden:

move workspace to output left

Wird statt workspace container verwendet, wird die Bezeichnung des workspaces (meist eine Nummer) nicht "mitgenommen" sondern nur die geöffneten Anwendungen innerhalb des containers in den aktiven container des jeweiligen Monitors verschoben.

Monitor Energiesparfunktion (DPMS; Energy Star)

Über xset lässt sich das DPMS feature steuern:

DPMS einschalten

$ xset +dpms

DPMS ausschalten

$ xset -dpms

DPMS state [standby] [suspend] [off|on] setzen

Über das dpms flag lassen sich die Zeiten in Sekunden festlegen, nach denen in einen der 3 states gewechselt werden soll. Einen Unterschied zwischen standby, suspend und off|on konnte ich keinen feststellen, IMHO genügt ein Wert für den standby state:

$ xset dpms 10 # Monitor nach 10 Sekunden in Energiesparmode setzen

Laut manpage wird über einen 0 Wert der entsprechende state deaktiviert:

$ xset dpms 0 10 0 # suspend state nach 10 Sekunden, standby und off|on state sind deaktiviert

Console stuff

screen

# apt-get install screen

ranger

# apt-get install ranger

Backtab key

Damit die Tastenkombination shift+tab unter der Konsole auch erkannt wird, muss dafür ein keymapping erzeugt werden.
Mehr dazu siehe im Console Eintrag Define backtab key (ISO_left_tab).

Zwischenablage für die Console

Eine mausgesteuerte Zwischenablage stellt das Paket gpm zur Verfügung.

# apt-get install gpm

Damit lässt sich ähnlich wie unter X Text markieren und kopieren. Dazu einfach den Mauscursor auf den Anfang des gewünschten Textes mit der linken und das Ende mit der rechten Maustaste markieren. Danach kann dieser Text über die mittlere Maustaste an anderer Stelle wieder eingefügt werden.

Sonstiges

xterm

Grundeinstellungen

xterm manpage

Die default-Werte für xterm lassen sich über die ~/.Xresources festlegen. Folgende Einstellungen haben sich dabei bewährt:

!Number of lines able to scroll back
Xterm*saveLines: 8192

!For an alt-key which works as expected
XTerm*metaSendsEscape: true

!Set default scalable font and size
!call `fc-list :scalable=true:spacing=mono: family`
!to find a list of scalable fixed-pitch fonts
xterm*faceName: DejaVu Sans Mono:antialias=true
xterm*faceSize: 9.0
!'Unreadable' in VT-Fonts menu
xterm*faceSize1: 7.0
!'Tiny' in VT-Fonts menu
xterm*faceSize2: 8.0
!'Small' in VT-Fonts menu
xterm*faceSize3: 9.0
!'Medium' in VT-Fonts menu
xterm*faceSize4: 11.0
!'Large' in VT-Fonts menu
xterm*faceSize5: 15.0
!'Huge' in VT-Fonts menu
xterm*faceSize6: 18.0

!colors
xterm*foreground: white
!equivalent: xterm*foreground: rgb:ff/ff/ff
xterm*background: black

!Without `geometry` settings programs such as vim
!starts with wrong cols/rows values
xterm*vt100*geometry: 80x50+0+0

Einstellungen zur Zwischenablage legt man ebenfalls dort fest:

!Use CLIPBOARD buffer as default, not PRIMARY
xterm*selectToClipboard: true

Um xterm mit eigenen keybindings zu steuern, legt man sich z. B. folgende Einträge an:
More X Configuration

!vim-like bindings
*VT100.Translations: #override \
         Mod5 <Key>j: scroll-forw(2) \n\
         Mod5 <Key>k: scroll-back(2) \n\
         Mod5 <Key>h: string(0x1b) string("[A") \n\
         Mod5 <Key>l: string(0x1b) string("[B") \n\
         Mod5 <Key>p: insert-selection(CLIPBOARD) \n\
         Mod5 <Key>y: select-end(CLIPBOARD)

Damit werden bei gedrücktem AltGr (Mod5) modifier folgende Aktionen durchgeführt:

  • j: 2 Zeilen vorwärts scrollen
  • k: 2 Zeilen rückwärts scrollen
  • h: Sendet Esc (0x1b) mit Sequenz "[A" was einem cursor up entspricht -> In history zurück blättern
  • l: Sendet Esc (0x1b) mit Sequenz "[B" was einem cursor down entspricht -> In history vorwärts blättern
  • p: Fügt CLIPBOARD Inhalt ein
  • y: Kopiert ausgewählten Text nach CLIPBOARD

Je nach gewähltem Tastaturlayout (deadkey/no deadkey) kann es sein, dass die Kombination AltGr + j nicht als solche gedeutet wird.
Siehe dazu xmodmap.

Nach jeder Änderung der ~/.Xresources muss diese neu eingelesen

$ xrdb -m ~/.Xresources

und ein neues xterm gestartet werden. Manche Einträge wie z. B. XTerm*metaSendsEscape benötigen auch einen Neustart.

vim

siehe auch vim Eintrag

Das Debian vim-nox-Paket ist ohne xterm_clipboard Option kompiliert was heißt, dass Text nicht ohne weiteres zwischen X-Anwendungen und vim ausgetauscht werden kann.

Installiert man stattdessen das vim-gnome- oder vim-gtk-Paket erhält man die Möglichkeit, über das vim "+ und "* Register zwischen X und vim zu kopieren. Desweiteren enthalten beide Pakete auch die grafische vim Version gvim.

Eine weitere Möglichkeit, mit vim auf die X Zwischenablage zuzugreifen, lässt sich relativ einfach über xsel als Schnittstelle einrichten, mehr dazu siehe im vim Kapitel X clipboard in a X-less vim.

pm-utils

hibernate-Paket?

Das pm-utils-Paket stellt suspend, hibernate etc. zur Verfügung, z. B. um das Laptop beim Schließen des Deckels in einen Ruhezustand zu versetzen. Siehe Suspend und hibernate.

# apt-get install pm-utils

thinkfan

Steuert die Lüfter, nachdem fan_control eingeschaltet wurde, siehe Lüftersteuerung im Kernel aktivieren.

# apt-get install thinkfan

alsa

Um auch was zu hören, diese zwei Pakete installieren:

# apt-get install alsa-base alsa-utils

Eventuell müssen danach im alsamixer noch die Lautstärken angepasst werden.

Codecs

Debian Multimediacodecs

Um das Abspielen gängiger Formate abzudecken, sollten folgende Pakete installiert sein:
siehe ubuntuusers Wiki

  • libxvidcore4 (universe, Codec für Xvid (MPEG4)-codierte Dateien)
  • gstreamer0.10-plugins-base (Plugins für essentielle Codecs)
  • gstreamer0.10-plugins-good (Plugins für Codecs, die unter der LGPL stehen)
  • gstreamer0.10-plugins-ugly (universe, Plugins für Formate, die wegen ihrer Lizenz nicht mit Ubuntu ausgeliefert werden können)
  • gstreamer0.10-plugins-bad (universe, Plugins, die möglicherweise noch im "Beta"-Stadium sind und deshalb unter Umständen nicht so stabil laufen wie Plugins aus "good" oder "ugly")
  • gstreamer0.10-alsa (Plugin, damit ALSA mit GStreamer genutzt werden kann)
  • gstreamer0.10-fluendo-mp3 (universe, Codec für MP3)
# apt-get install libxvidcore4 gstreamer0.10-plugins-base gstreamer0.10-plugins-good gstreamer0.10-plugins-ugly gstreamer0.10-plugins-bad gstreamer0.10-alsa gstreamer0.10-fluendo-mp3

Zum Abspielen von DVD's siehe DVD

i3lock

i3lock ist eine coole Alternative zum schwarzen Bildschirm, wenn man diesen, wie hier beschrieben, nach einer bestimmten Zeit oder auf Tastendruck sperren möchte:

# apt-get install i3lock

Mit

$ i3lock -i /path_to_picture/lock.png

wird eine Grafik angezeigt und der Bildschirm gesperrt. Zum Entsperren das Nutzerkennwort eingeben.

Wenn man eine dynamische Sperrgrafik verwenden möchte, kann man das z. B. mit folgendem Script tun:

#!/bin/bash

# make shot of current screen with scrot
scrot /tmp/screen.png

#pixelate screen
#mogrify -scale 20% -scale 500% /tmp/screen.png

#swirl screen
#mogrify -swirl 180 /tmp/screen.png

#blur screen
mogrify -blur 5x5 /tmp/screen.png

i3lock -i /tmp/screen.png
rm /tmp/screen.png

Ein Beispiel mit statischem Sperrhintergrund und einer Energiesparfunktion, die lediglich eingeschaltet wird, wenn der Bildschirm gesperrt ist. Im Normalbetrieb bleibt diese ausgeschaltet, siehe auch Monitor Energiesparfunktion (DPMS; Energy Star)

#!/bin/bash

# switch between lockscreen picture depending on orientation of monitor
ORIENTATION=$(xrandr | grep 'HDMI-1' | cut -d " " -f5)
if [ $ORIENTATION = 'left' ]; then
    PIC='/path/to/picture/rotated.png'
else
    PIC='/path/to/picture/not_rotated.png'
fi
/usr/bin/xset dpms 10
/usr/bin/i3lock --nofork --image=$PIC &&
/usr/bin/xset -dpms

Der --nofork Parameter ist wichtig, damit das Skript erkennen kann, wann i3lock nach erfolgreicher Entsperrung beendet ist und erst danach die Energiesparfunktion wieder deaktiviert wird.

Um nun beispielsweise über die Pause-Taste den Bildschirm via obigem Script zu sperren, folgenden Eintrag der ~/.xbindkeysrc hinzufügen:

# LockScreen
"/path/to/script/lock_screen"
    Pause
#    m:0x0 + c:127

ntpdate

Zur 2-stündlichen Syncronisation der Zeit mit einem Zeitserver zuerst das Paket ntpdate installieren:

# apt-get install ntpdate

Danach die root-crontab editieren...

# crontab -e

und folgende Zeile einfügen:

* */2 * * * /usr/sbin/ntpdate 0.de.pool.ntp.org

Darauf achten, dass die crontab mit einer Leerzeile schließt! Siehe auch cron?, Deutsche Zeitserver auf pool.ntp.org.

Anpassungen

Mit TrackPoint scrollen

How to configure the TrackPoint

Im Verzeichnis /usr/share/X11/xorg.conf.d eine Datei 20-thinkpad.conf mit folgendem Inhalt anlegen:

Section "InputClass"
	Identifier	"Trackpoint Wheel Emulation"
	MatchProduct	"TPPS/2 IBM TrackPoint|DualPoint Stick|Synaptics Inc. Composite TouchPad / TrackPoint|ThinkPad USB Keyboard with TrackPoint|USB Trackpoint pointing device|Composite TouchPad / TrackPoint"
	MatchDevicePath	"/dev/input/event*"
	Option		"EmulateWheel"		"true"
	Option		"EmulateWheelButton"	"2"
	Option		"Emulate3Buttons"	"false"
	Option		"XAxisMapping"		"6 7"
	Option		"YAxisMapping"		"4 5"
EndSection

Falls sich /X11/xorg.conf.d/ nicht unter /usr/share/ befindet, muss man es halt suchen... ;-)
Es wurde unter anderem auch schon in /etc/ oder /usr/lib/ gesichtet!

Tastatur mit nodeadkey

Das Tastaturlayout ist in der /etc/default/keyboard hinterlegt. Diese sollte so aussehen:

# KEYBOARD CONFIGURATION FILE

# Consult the keyboard(5) manual page.

XKBMODEL="pc101"
XKBLAYOUT="de"
XKBVARIANT="nodeadkeys"
XKBOPTIONS="lv3:ralt_switch,terminate:ctrl_alt_bksp"

BACKSPACE="guess"

Änderungen werden erst nach einem Absetzen von

# udevadm trigger --subsystem-match=input --action=change

oder einem reboot berücksichtigt. Ein aus- und einloggen reicht nicht!

Um Änderungen im laufenden (X-Server)-Betrieb vorzunehmen, kann das über

$ setxkbmap -layout de -model pc101 -variant nodeadkeys

erreicht werden.

Tastaturgeschwindigkeit einstellen

Um die Zeit, die eine Taste gedrückt gehalten werden muss (keyboard autorepeat), damit diese wiederholt wird, zu erhöhen oder zu verringen, verwendet man xset.
Der erste Parameter gibt dabei die Zeit an, ab der der Wiederholmodus greift. Der zweite Parameter definiert die Geschwindigkeit der Wiederholung selbst.

$ xset r rate 250 50

Um den Wiederholmodus für eine bestimmt Taste auszuschalten (z. B. Backspace):

$ xset r 22 off

Damit xset mit X gestartet wird, die Datei /etc/X11/Xsession.d/96xset (Nummerierung kann natürlich variieren) anlegen:

/usr/bin/xset r rate 250 50

Lüftersteuerung im Kernel aktivieren

Damit die Lüftersteuerung via thinkfan geregelt werden kann, muss dies zuerst ermöglicht werden:

Im Verzeichnis /etc/modprobe.d/ eine Datei thinkpad_acpi.conf mit folgender Zeile anlegen:

options thinkpad_acpi experimental=1 fan_control=1

Jetzt noch ein Neustart bzw. das betroffene Kernelmodul neu laden:

# modprobe -r thinkpad_acpi
# modprobe thinkpad_acpi

Console speaker- and visual-beep

Disable PC Speaker

Um diesen nervtötenden Beep zu eliminieren, sind im verlinkten Artikel mehrere Möglichkeiten beschrieben. Verlässlich funktioniert haben bei mir die folgenden:

Beep via alsamixer muten

Dazu im alsamixer den Kanal Beep muten und die Einstellungen speichern:

# alsactl store

Dadurch ist auch unter X Ruhe!

PC speaker Modul auf die blacklist setzten

Dazu im Verzeichnis /etc/modprobe.d/ folgende Datei nobeep.conf anlegen:

blacklist pcspkr

Bisher die verlässlichste Lösung!

Beep über .inputrc steuern

Die Datei /etc/inputrc nach ~/.inputrc kopieren und den darin enthaltenen Eintrag set bell-style none auskommentieren:

...
...
set bell-style none
#set bell-style visible
...
...

Möchte man bei ungültigen Eingaben statt dem beep wenigstens ein Flackern der Konsole, kann man den Eintrag set bell-style visible ebenfalls auskommentieren. Nervt aber fast genauso... ;-)

Console font mit slashed zero

PC Screen Fonts (.psf) gesucht...

Per default zeigt die Schriftart in der console keine gepunktete (dotted) oder gestrichene (slashed) Null an. Das lässt sich relativ einfach erreichen:
Die Datei /etc/default/console-setup öffnen und den Eintrag

...
...
FONTFACE="Fixed"
...
...

in

...
...
FONTFACE="Terminus"
...
...

ändern. Nach einem Neustart hat die Null 'nen Strich... ;-)

Bildschirm nach bestimmter Zeit sperren

Falls noch nicht geschehen, xautolock installieren:

# apt-get install xautolock

Damit xautolock mit X gestartet wird, die Datei /etc/X11/Xsession.d/97xautolock anlegen:

xautolock -time 10 -locker /path_to_lockscript/lock_screen &

Note: Die Option -locker /path_to_lockscript/lock_screen macht natürlich nur Sinn, wenn auch ein alternatives Programm zum Bildschirm sperren, wie z. B. i3lock verwendet wird. Falls nicht verwendet xautolock einen pfiffigen schwarzen Bildschirm.

Bildschirm nach bestimmter Zeit ausschalten (DPMS)

Display Power Management Signaling

Suspend und hibernate (Wheezy)

Bevor einer der Zustände benutzt werden kann, muss zuerst das Paket pm-utils installiert werden.

Hibernate wenn Deckel zu

How to configure acpid
Thinkpad acpi events list

Im Verzeichnis /etc/acpi/events/ eine Datei close_lid (Name spielt keine Rolle) mit folgendem Inhalt anlegen:

event=button/lid
action=/etc/acpi/close_lid.sh %e

Im Verzeichnis /etc/acpi/ (wenn noch nicht vorhanden, anlegen!) eine Datei close_lid.sh anlegen:

#!/bin/sh

# if launched through a lid event and lid is open, do nothing
echo "$1" | grep "button/lid" && grep -q open /proc/acpi/button/lid/LID/state && exit 0

/usr/sbin/pm-hibernate

Jetzt noch ausführbar machen...

# chmod +x close_lid.sh

... und neu booten oder

# kill -SIGHUP `pidof acpid`

absetzen.

Suspend to ram auf FnF4-Taste legen

Eigentlich dasselbe wie beim Schließen des Deckels, nur anderst:
Im Verzeichnis /etc/acpi/events/ eine Datei fnf4 (Name spielt keine Rolle) mit folgendem Inhalt anlegen:

event=button/sleep
action=/etc/acpi/fnf4.sh

Im Verzeichnis /etc/acpi/ (wenn noch nicht vorhanden, anlegen!) eine Datei fnf4.sh anlegen:

#!/bin/sh

#Suspend to ram by pressing Fn-F4

#firstly lock screen...
DISPLAY=:0 su username -c '/path_to_lockscript/lock_screen'

#... then go sleeping
/usr/sbin/pm-suspend

Note: '/path_to_lockscript/lock_screen' kann auch durch 'xautolock -locknow' ersetzt werden, falls xautolock wie hier beschrieben eingerichtet ist.

Nachdem das Skript von root gestartet wird, muss vor dem Start des Lockscripts oder xautolock -locknow die DISPLAY-Variable gesetzt und zum user, welcher X gestartet hat, gewechselt werden. Mehr dazu siehe X Anwendungen via Systemscript starten.

Ausführbar machen nicht vergessen:

# chmod +x fnf4.sh

Module vor Ruhezustand entladen

Sollten "Problem"-Module ein Hibernate/Suspend behindern oder gar verhindern, so können diese vor dem jeweiligen Zustand entladen werden. Dazu eine Datei /etc/pm/config.d/modules anlegen und die Module dort eintragen.
Eine solche modules sieht so aus:

SUSPEND_MODULES="anymodule anothermodule"

Somit werden die dort eingetragenen Module vor einem Hibernate/Suspend entladen und beim Aufwachvorgang wieder geladen.

Problem mit TPM-Chip

Auf meinem ThinkPad X200 provoziert das tpm Modul während eines resume die Fehlermeldung

legacy_resume(): pnp_bus_resume+0x0/0x62 returns -19
PM: Device 00:0a failed to restore: Error -19

Nachdem das Device 00:0a auf den TPM—Chip hinweist, lasse ich den Treiber dafür vor einem Hibernate entladen.
Wie oben erwähnt, sieht die /etc/pm/config.d/module dafür so aus:

SUSPEND_MODULES="tmp"

Damit ist das Problem gelöst.

Problem mit WiFi

Nach einem Resume ist hin und wieder die Netzwerkverbindung sehr langsam oder existiert überhaupt nicht mehr.

Lösung durch Modul entladen

Somit bekommt die /etc/pm/config.d/module noch einen weiteren Eintrag:

SUSPEND_MODULES="tpm iwlwifi"

Allerdings muss zusätzlich auch ein Script erstellt werden, das die wlan-Verbindung vor einem Hibernate beendet und danach wieder aktiviert.Siehe wlan vor Hibernate ausschalten

wlan-Verbindung vor Hibernate/Suspend beenden

Wie oben erwähnt, muss vor einem entladen des wlan-Treibers die wlan-Verbindung davor natürlich deaktiviert und beim resume aus einem Schlafzustand wieder aktiviert werden.
Das lässt sich über ein Script /etc/pm/sleep.d/10_wlan mit folgendem Inhalt steuern:

#!/bin/sh

case "$1" in 
    "hibernate"|"suspend")
        ifdown wlan0
        ;;
    "thaw"|"resume")
        ifup wlan0
        ;;
esac

exit 0

Note: Das Script sollte mit exit 0 verlassen werden, da ansonsten bei einem eventuellen Fehler kein Suspend/Hibernate eintritt.

Lösung durch iwlwifi Parameter bt_coex_active

Zumindest bei der im X200 verbauten 5100 AGN Karte gibt es ein Problem beim per default aktivierten Parameter bt_coex_active, der das Zusammenspiel zwischen WiFi? und Bluetooth festlegt. Genau hab' ich das auch noch nicht kapiert... ;-)
Jedenfalls steht die Verbindung nach einem Resume sofort und ohne Probleme, wenn das iwlwifi Modul mit deaktivierter bt_coex_active Option gestartet wird. Um das gleich zur Bootzeit zu machen, muss eine Datei /etc/modprobe.d/iwlwifi.conf mit folgendem Inhalt angelegt werden:

options iwlwifi bt_coex_active=0

Note: Dadurch habe ich auch das Problem ständiger Internetverbindungsabbrüche, das nach der Installation des bluetooth Paketes bestand, gelöst.

Screenlocker vor Hibernate/Suspend deaktivieren

Falls der Bildschirm nach bestimmter Zeit gesperrt wird, kann man dieses Verhalten vor einem Hibernate deaktivieren, damit zusätzlich zum Passwort der HDD-Verschlüsselung nicht auch noch das screenlock-Passwort eingegeben werden muss.

Wie oben beschrieben, allerdings nennen wir das Script dafür /etc/pm/sleep.d/15_screenlock:

#!/bin/sh

case "$1" in
    "hibernate"|"suspend")
        DISPLAY=:0 su mutetella -c 'xautolock -disable'
            if [ "$1" = "hibernate" ]; then
                killall i3lock
            fi
            ;;
    "thaw"|"resume")
        DISPLAY=:0 su mutetella -c 'xautolock -enable'
        ;;
esac

exit 0

Damit wird zuerst xautolock deaktiviert, falls die verstrichene Zeit zwischen Hibernate und Aufwachen ein Sperren des Bildschirms auslösen würde.

Sollte der Bildschirm bereits manuell oder via xautolock gesperrt sein, wird dieser beendet (killall i3lock). Natürlich nicht, wenn ein Suspend eingeleitet wurde, da dabei ein gesperrter Bildschirm nach dem Aufwachen gewünscht ist.

Note: Das Script sollte mit exit 0 verlassen werden, da ansonsten bei einem eventuellen Fehler kein Suspend/Hibernate eintritt.

Suspend und hibernate (Jessie)

Nachdem seit Debian 8 Ruhezustände nicht mehr vom pm-utils Paket, sondern direkt von systemd geregelt sind, werden auch diverse Einstellungen an anderen Stellen vorgenommen. Via commandline wird ein Ruhezustand wie folgt veranlasst:

$ systemctl [suspend|hibernate|hybrid-sleep]

Module vor Ruhezustand entladen

siehe man systemd-sleep

Sollten verschiedene Komponenten wie z. B. Netzwerkkarten Probleme verursachen, kann eine Hilfe sein, diese vor einem Ruhezustand zu deaktivieren und später wieder zu aktivieren. systemd ruft vor und nach einem Ruhezustand Skripte, die sich im Verzeichnis /usr/lib/systemd/systemd-sleep/ (systemd-sleep) bzw. unter Debian /lib/systemd/system-sleep/ (system-sleep) befinden, auf. Dabei werden zwei Parameter übergeben:

$1 = pre vor bzw. post nach dem Ruhezustand
$2 = suspend, hibernate oder hybrid-sleep

Ein Beispiel, um z. B. das wlan-Modul vor einem Ruhezustand zu entladen und danach wieder zu aktivieren:

Folgende Datei /lib/systemd/system-sleep/wlan.sh anlegen:

#!/bin/sh

# Do not ``ifdown`` and ``ifup`` cause this will be done
# by systemd via ``ifup@wlan0.service``

if [ "$1" = "pre" ]; then
    # log only current suspend/hibernate
    rm /var/log/systemd.$1.$2.wlan
    echo [$(/bin/date)] rmmod iwldvm >> /var/log/systemd.$1.$2.wlan
    /sbin/rmmod iwldvm 2>> /var/log/systemd.$1.$2.wlan
    echo [$(/bin/date)] rmmod iwlwifi >> /var/log/systemd.$1.$2.wlan
    /sbin/rmmod iwlwifi 2>> /var/log/systemd.$1.$2.wlan
else
    echo [$(/bin/date)] modprobe iwlwifi > /var/log/systemd.$1.$2.wlan
    /sbin/modprobe iwlwifi 2>> /var/log/systemd.$1.$2.wlan
fi

exit 0

Anderst als noch unter Debian 7 (Wheezy), das sysvinit als init-System verwendet, darf unter Debian 8 (Jessie), das nun systemd einsetzt, nach einem Aufwachzustand kein ifup Kommando ausgeführt werden, da das vom ifup@[interface].service übernommen wird. Andernfalls tritt ein ioctl[SIOCSIWENCODEEXT]: Invalid argument Fehler auf, was wohl daran liegt, dass eben sowohl das Skript als eben auch systemd parallel versuchen, das Netzwerkinterface zu initialisieren.

Bildschirm vor suspend-Zustand sperren

Auch dafür kann ein Skript im Verzeichnis /lib/systemd/system-sleep/ angelegt werden, nennen wir es z. B. lockscreen.sh:

#!/bin/sh

if [ "$1" = "pre" ] && [ "$2" = "suspend" ]; then
    DISPLAY=:0 su [USERNAME] -c '/usr/bin/i3lock -i /home/[USERNAME]/Daten/Bilder/Hintergrund/closed.png -t'
fi

exit 0

Keybindings

Tasten-/Mausevents auslesen

xbindkeys

Eine einfache Möglichkeit bietet xbindkeys. Die damit erzeugten Angaben können so auch innerhalb ~/.Xresources verwendet werden:

$ xbindkeys -k
Press combination of keys or/and click under the window.
You can use one of the two lines after "NoCommand"
in $HOME/.xbindkeysrc to bind a key.
"(Scheme function)"
    m:0x80 + c:45
    Mod5 + k

Bei diesem Beispiel wurde die Kombination AltGr + k gedrückt.

xev

xev gibt sehr ausführlich erzeugte X Keyboard- und Mausevents wieder.

showkey

showkey zeigt keycodes innerhalb der console an.

xmodmap

Um einen keycode einer Taste oder einem Mausbutton zuzuweisen, kann man das Utility xmodmap verwenden.

Diese Angaben trägt man in einer Datei ~/.Xmodmap mit z. B. folgendem Inhalt ein:

keycode 44 = j

In diesem Beispiel wird das Problem behoben, dass eine Kombination aus AltGr + j nicht als solches interpretiert wird. Das ist dann der Fall, wenn man ein Tastaturlayout gewählt hat, das die Akzenttasten nicht verwendet (Eliminate dead keys/No dead keys). Die Kombination AltGr + j fungiert dann als dead key mit einem keycode 44 (auszulesen mit xev) und muss dann mit obiger Angabe 'umgeleitet' werden.

Damit die ~/.Xmodmap beim Start von X auch eingelesen wird, müssen folgende Zeilen in die /etc/X11/xinit/xinitrc eingetragen werden:

#load xmodmap settings at startup
if [ -f $HOME/.Xmodmap ]; then
    /usr/bin/xmodmap $HOME/.Xmodmap
fi

!!!
Funktioniert so nicht (mehr?), ein manuelles Absetzen von /usr/bin/xmodmap $HOME/.Xmodmap bringt das gewünschte Ergebnis, via /etc/X11/xinit/xinitrc allerdings nicht. Vielleicht über die /etc/X11/Xsession bzw. ~/.Xsession? Die Zeilen einfach nur in eine neu erstellte ~/.Xsession zu kopieren hat jedenfalls nicht funktioniert und lässt X sogar nicht einmal mehr starten...
Arch Wiki zu .xinitrc unbedingt lesen!
!!!

xbindkeys

Siehe Fn-Tasten belegen

Fn-Tasten belegen

Mit dem Kommando

$ acpi_listen

lassen sich alle verfügbaren Funktionstasten auslesen. Diese können dann wie bereits beschrieben belegt werden.

Bildschirm über FnF2-Taste sperren

Name des users, der X gestartet hat?

Möglichkeit 1 über xbindkeys (empfohlen)

Falls noch nicht geschehen, xbindkeys installieren:

# apt-get install xbindkeys

Mit

$ xbindkeys --defaults > ~/.xbindkeysrc

lässt sich eine Beispiel-Setupdatei erstellen.

xbindkeys --key bietet eine einfach Möglichkeit, einen Eintrag zur Verwendung in der .xbindkeysrc-Datei auszugeben:

$ xbindkeys --key
Press combination of keys or/and click under the window.
You can use one of the two lines after "NoCommand"
in $HOME/.xbindkeysrc to bind a key.
"(Scheme function)"
    m:0x0 + c:160
    XF86ScreenSaver

Die .xbindkeysrc editieren und den angepassten xbindkeys --key-Output einfügen

#Lock screen
"/path_to_lockscript/lock_screen"
    XF86ScreenSaver
#    m:0x0 + c:160

Note: '/path_to_lockscript/lock_screen' kann auch durch 'xautolock -locknow' ersetzt werden, falls xautolock wie hier beschrieben eingerichtet ist.

Die diversen beispielhaften keybindings können gelöscht oder auskommentiert werden.

Damit die keybindings eingebunden werden, muss vor dem Start des Windowmanagers xbindkeys gestartet ...

$ xbindkeys
$ startx

... bzw. nach einer Änderung der Prozess xbindkeys gekillt und danach neu ausgeführt werden:

$ ps -A | grep xbin
 2394 ?        00:00:00 xbindkeys
$ kill 2394
$ xbindkeys

Um xbindkeys beim Systemstart zu laden, folgende Datei /etc/X11/Xsession.d/98xbindkeys (Nummerierung kann variieren) anlegen:

# This file is sourced by Xsession(5), not executed.

PROG="/usr/bin/xbindkeys"
NOAUTO="${HOME}/.xbindkeys.noauto"

# This file autostarts xbindkeysrc if the user (or system) has a config
# for it AND does NOT Have a .xbindkeys.noauto in his homedir.

# we only run if there is no NOAUTO file
if ! [ -f "${NOAUTO}" ] && [ -x "${PROG}" ]; then
    # User config wins over system config
    # guile config wins over classic config
    for cfile in "/etc/xbindkeysrc" "$HOME/.xbindkeysrc" "$HOME/.xbindkeysrc.scm"; do
        if [ -f "${cfile}" ] || [ -L "${cfile}" ]; then
            CONF="${cfile}"
        fi
    done

    # Run $PROG - if it has been configured
    if [ -n "${CONF}" ]; then
        $PROG -f $CONF
    fi
fi

Bin mir nicht sicher, ob diese Datei eventuell bei der Installation von xbindkeys erzeugt wird.

Möglichkeit 2 über acpi events

Die Datei /etc/acpi/events/fnf2 mit folgendem Inhalt anlegen:

event=button/screenlock
action=/etc/acpi/fnf2.sh

Nun noch das Script /etc/acpi/fnf2.sh, das an den Event button/screenlock gebunden wurde, erstellen:

#!/bin/sh

DISPLAY=:0 su username -c '/path_to_lockscript/lock_screen'

Note: '/path_to_lockscript/lock_screen' kann auch durch 'xautolock -locknow' ersetzt werden, falls xautolock wie hier beschrieben eingerichtet ist.

Nachdem das Skript von root gestartet wird, muss vor dem Start des Lockscripts oder xautolock -locknow die DISPLAY-Variable gesetzt und zum user, welcher X gestartet hat, gewechselt werden. Mehr dazu siehe X Anwendungen via Systemscript starten.

Nicht vergessen:

chmod +x fnf2.sh

Volume Tasten belegen

Im Grunde genommen genau so wie bei der Belegung der anderen Funktionstasten, nur anderst... ;-)

Folgende beiden Einträge in die ~/.xbindkeysrc erledigen den Job, ein bereits installiertes alsa vorausgesetzt:

#VolDown
"amixer -q set Master 5%-"
    XF86AudioLowerVolume
#    m:0x0 + c:122

#VolUp
"amixer -q set Master 5%+"
    XF86AudioRaiseVolume
#    m:0x0 + c:123

Wenn man zusätzlich noch einen Signalton implementieren möchte, könnte dies für die volume down-Taste so aussehen:

#VolDown
"amixer -q set Master 5%-; mplayer /path/to/soundfile"
    XF86AudioLowerVolume

Bluetooth ein-/ausschalten

  • Über acpi (nur auf ThinkPad's)...
    ...ausschalten:
    # echo "disable" > /proc/acpi/ibm/bluetooth
    

...einschalten:

# echo "enable" > /proc/acpi/ibm/bluetooth
  • Komplett via Kernel deaktivieren
    (Funktioniert allerdings nicht auf meinem X200)

Dazu eine Datei /etc/modprobe.d/blacklist_bluetooth` anlegen:

blacklist bluetooth
blacklist btusb

Systemzustände auslesen

Bluetooth

Batteriestand

Temperaturen

Problembehandlung

wlan-Adapter schaltet sich ab

Noch nicht sicher, ob das die Lösung ist:
In der grub.cfg die Kerneloption pci_aspm=off setzen:

Dazu die Option an folgende (oder ähnliche, je nach Kernelversion) Zeile

linux   /vmlinuz-3.2.0-4-amd64 root=/dev/mapper/mutetella-root ro quiet

anhängen:

linux   /vmlinuz-3.2.0-4-amd64 root=/dev/mapper/mutetella-root ro quiet pci_aspm=off

localhost wird nicht mehr gefunden

Entweder ist Adapter lo nicht in der /etc/network/interfaces eingetragen

auto lo
iface lo inet loopback

oder nicht mehr geladen, weil ifdown -a abgesetzt wurde, und damit alle auto ... Adapter gestoppt wurden.

Überprüfen sollte man auch die /etc/hosts ob dort localhost eingetragen ist:

127.0.0.1        localhost
127.0.1.1        X200       #je nachdem...

locale Probleme

Fehlerhafte Zeichendarstellung auf Console und/oder merkwüdige Tastaturbelegung

Zuerst in der /etc/locale.gen prüfen, ob die gewünschten Zeichensätze, z. B. de_DE.UTF-8 und en_US.ISO-8859-15 aktiviert, d. h. auskommentiert sind.
Danach mit

# locale-gen

bekannt machen.
Dasselbe erreicht man auch über

# dpkg-reconfigure locales

Wenn das nichts ändert, über

# dpkg-reconfigure keyboard-configuration

oder direkt über die Datei /etc/default/keyboard das passende Layout einstellen.

Als drittes über /etc/default/console-setup bzw. via

# dpkg-reconfigure console-setup

die passende Codierung und Schrift für die Console definieren.

Last modified 4 months ago Last modified on Mar 29, 2019, 1:55:06 AM